• Ich mag dich riechen: Wie unser Geruchssinn die Partnerwahl beeinflusst

    Bei der Partnerwahl sollten wir unsere Nase viel mehr benutzen, finden Wissenschaftler. Der Eigengeruch des Gegenübers ist bei der Partnerwahl ausschlaggebend und vor allem Frauen können riechen, ob ein Mann der Richtige für sie ist oder nicht. Man sollte sich also im wahrsten Sinne des Wortes beschnuppern.

    Aber warum ist das so?

    Der Geruch einer Person spiegelt die Gene wider und ist daher von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Von Natur aus bevorzugen wir Partner, die anders riechen als wir, was daran liegt, dass es einen evolutionären Vorteil hat, den Genpool zu erweitern. Der Nachwuchs von Eltern mit unterschiedlicheren Genen ist widerstandsfähiger. Eltern mit unterschiedlichen Immunsystemen zeugen daher die besten Nachkommen. Rein genetisch gesehen, ist dies das beste Ergebnis.

    Soweit die Biologie. Sollte es in der Praxis dann nicht einfach sein, den passenden Partner zu finden? Nicht ganz.


    Leichter gesagt als getan

    Wen wir uns letztendlich suchen, hat natürlich nicht nur mit Genetik zu tun. Wir achten unter anderem auf den Charakter der Person und auf rein praktische Voraussetzungen. In den meisten Fällen fragen wir uns sicher nicht, ob ein potentieller Partner starken Nachwuchs mit uns zeugen wird.

    Die Natur tut ihr Bestes und hilft uns dabei, unbewusst den genetisch passendsten Partner zu finden. Aber auch hier wird es schwierig, denn äußere Einflüsse kommen uns oft in die Quere. Unser Geruchssinn, so gut er auch sein mag, wird leicht getrügt. Parfüms, Aftershave und andere Produkte verschleiern täglich unseren Eigengeruch. Noch dazu wird der Geruchssinn der Frau zum Beispiel durch hormonelle Veränderungen beeinflusst: Wen sie anziehend findet, kann sich stark ändern, je nachdem ob sie zum Beispiel die Pille nimmt oder nicht. Einen Partner, den sie lieben lernte, als sie die Pille nahm, kann sie eventuell nicht mehr leiden, wenn sie sie absetzt. Sehr krass!

    Duft und Emotionen

    Unser Geruchssinn ist besonders stark ausgeprägt und hat großen Einfluss auf unsere Emotionen. Die Nase als Sinnesorgan hat direkten Zugang zu unserem Erinnerungszentrum im Gehirn und zum Gefühlszentrum im limbischen System. Daher können uns bestimmte Gerüche in die Vergangenheit versetzen und uns sogar dabei helfen, Vergessenes wieder zu erinnern. Noch dazu rufen Gerüche Gefühle hervor, die wir mit Situationen und Gefühlszuständen in unserer Vergangenheit assoziieren. Auch hier können uns künstliche Duftstoffe in die Quere kommen: Benutzt jemand das gleiche Parfüm oder Aftershave wie eine Person, die wir nicht mögen, so sind wir auch von dieser neuen Person abgestoßen.

    Schnüffelt mal!

    Es ist eindeutig: Wir müssen uns riechen können, wenn wir eine intime Beziehung möchten. Scheut also beim nächsten Date nicht vor einem Begrüßungskuss zurück! Es ist die perfekte Ausrede, um der Person nah genug zu kommen, um ihren Geruch zu erhaschen.

    Auch bei der Partnersuche gilt also: Immer der Nase lang!

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