1. Eine kurze Geschichte der Selbstbefriedigung

    Selbstbefriedigung: Eine kurze GeschichteOb du dir die Stange polierst oder das Kätzchen rubbelst, du wirst uns sicher zustimmen, dass Selbstbefriedigung eine ziemlich tolle Sache ist, oder?

    Aber hast du dir jemals darüber Gedanken gemacht, wie es mit Selbstbefriedigung in der Menschheitsgeschichte so war?

    Sieht man sich die Entwicklung von erotischen Höhlenmalereien bis hin zu dampfbetriebenen Vibratoren an, so wird deutlich, dass die Geschichte der Eigenliebe tiefgründig, vielseitig und faszinierend ist.

    Wusstest du zum Beispiel, dass Cornflakes erfunden wurden, um die Lust auf Masturbation zu dämpfen? Oder dass der erste Dildo fast 30.000 Jahre alt ist und aus poliertem Schluffstein besteht?

    Komm und steig mit uns in unsere Zeitmaschine! Wir begeben uns auf eine Zeitreise der Selbstbefriedigung.



    Die steinharte Steinzeit

    Erotische Höhlenmalerein, von fröhlich herumtollenden Phalli in Frankreich bis hin zu sich liebenden Aborigenes in Australien, tauchen seit fast 40 Jahrtausenden auf der ganzen Welt auf.

    Anthropologen sind noch unentschlossen, ob diese Ur-Erotika zur Erregung des Betrachters entstand, oder Fruchtbarkeit zelebrierte. Wir halten sie gerne für die früheste Version der Erotikzeitschriften unserer Zeit, die den Steinzeitmenschen ein paar lüsterne Momente ermöglichte.

    Es gab aber nicht nur Malereien. 2005 wurde ein 20 cm langer Phallus aus Stein in einer Höhle in Deutschland entdeckt, der der älteste Dildo der Welt sein könnte. Er ist ganze 28.000 Jahre alt.


    Römische Tollereien

    Vielleicht sind Erzählungen von berühmten Orgien etwas übertrieben, aber es besteht kein Zweifel daran, dass die Römer gerne mal selbst Hand anlegten. Laut eines Graffitis an den Mauern Pompeiis, benutzten Männer Ihre linke Hand, um sich selbst zu befriedigen.

    Die Römer waren aber nicht die einzigen, die sich zu vergnügen wußten. Der griechische Philosoph Diogenes wurde beim Masturbieren auf dem Marktplatz entdeckt und sagte: "Wenn man nur auch den Hunger stillen könnte, indem man sich den Bauch reibt!";

    Auf der anderen Seite des Mittelmeeres entstand die Welt, laut ägyptischer Mythologie, aus dem Samenerguss des Gottes Atum. Das erklärt also, warum das Meer so salzig ist.


    Ménage à mois im Mittelalter

    In einer Zeit, in der Predigten in lateinisch von der Kanzel kamen, anstatt als schlecht geschriebener YouTube Kommentar, wurde Onanie nicht wirklich gefördert. Eine Bußpredigt der Zeit besagte, dass Frauen, die Dildos (oder andere Dinge in der Form eines männlichen Gliedes) verwendeten, an bestimmten Feiertagen 5 Jahre lang Buße tun müssen.

    Obwohl die Kirche nichts von männlicher und weiblicher Masturbation hielt, dachten manche Mediziner, dass sie notwendig sei, um die körperlichen “Grundsäfte” (und somit das Gemüt) im Gleichgewicht zu halten. Naja, das waren die gleichen Leute, die bei einer Erkältung Blutegel verschrieben.


    Die freizügige Renaissance

    Mit der Renaissance stand Kultur im Vordergrund und die menschliche Sexualität (und somit auch die Selbstbefriedigung) gewann in der Kunst an Prominenz.

    Freigeister feierten alle lustvollen Dinge, vor allem Sex, und in Großbritannien resultierte dies in dem wohl bekanntesten Gedicht um ein Sexspielzeug: Signior Dildo von John Rochester.

    Aber nicht nur die Lyrik befasste sich mit dem Thema. Jede Menge Gemälde und Skulpturen der Renaissance, wie Giorgiones Schlafende Venus und Tizians Venus von Urbino zeigen angeblich Frauen, die sich mit sich selbst vergnügen.

    Obwohl die katholische Kirche Selbstbefriedigung immer noch als Sünde betrachtete, nutzten Künstler es vor allem bei der Bearbeitung griechischer und römischer Mythen als Motiv der Fruchtbarkeit.


    Viktorianische Vibes

    Lange Zeit wurden Frauen, die Schwäche, Angstzustände, Schlaflosigkeit, sexuelle Lust und eigentlich alles, was als “unnormal” galt, aufzeigten, mit Hysterie durch wandernden Uterus diagnostiziert.

    Es begann schon mit den Griechen, die glaubten, dass die Gebärmutter oft im Körper auf Wanderschaft ging, wenn ihr danach war (und sogar von angenehmen Düften angelockt werden konnte). Diese angebliche Krankheit sollte durch regelmäßige Orgasmen geheilt werden.

    Da es sich hier um eine “Krankheit” handelte, wurde die “Behandlung” von Ärzten selbst durchgeführt. Oftmals stimulierten Sie Frauen manuell bis zum Höhepunkt, aber im 19. Jahrhundert entwickelten sie (wahrscheinlich wegen Muskelkater) den ersten Vibrator, der ihnen die Arbeit abnehmen sollte.

    Die frühen Exemplare waren natürlich nicht vergleichbar mit den geschmeidigen Silikontoys von heute. Sie waren oft dampfbetriebene, klobige Apparate, die wunderbar in Frankensteins Labor gepasst hätten.

    Am Ende des Jahrhunderts erschienen Massagegeräte in der Werbung neben Haushaltsgeräten wie Bügeleisen und Wäschemangeln.


    Das World Wide Web

    Von der zweiten Hälfte des 20. bis ins 21.Jahrhundert, entspannte sich die Einstellung zur Selbstbefriedigung.

    Die wohl weltweit größte Entwicklung war natürlich das Internet. Obwohl Pornografie schon vor Tausenden von Jahren als Gemälde, freizügige Bücher und freche Drucke existierte, wurde sie plötzlich durch das Internet jedem zugänglich gemacht, der/die nach sexy Inspiration für einsame Stunden suchte.

    Die erste pornografische Seite, sex.com, entstand 1995. Heute, 20 Jahre später, sind geschätzte 15% des Internets mit pornografischen Inhalten gespickt. Das mag uns zwar wenig erscheinen, aber wenn man bedenkt, dass die restlichen 85% alles andere in der Welt von Katzenvideos bis hin zu Lilo Wanders Lebensgeschichte enthält, ist das eine riesige Menge.


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