Die Geschichte des Kondoms

von Nadia

am 7 Jun 2022

Das Kondom ist die älteste Verhütungsmethode, die es gibt. Finde jetzt heraus, wie es sich von der Antike bis in die Moderne verändert hat.

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Die Antike

Bereits auf Höhlenmalerein von vor 14.000 Jahren kann man Penishüllen erkennen, die jedoch sehr wahrscheinlich eher als Statussymbol und Schmuck dienten, eventuell auch zum Schutz vor Verletzungen generell, aber nicht zur Verhütung.

Wann begann also der Gebrauch zu Verhütungszwecken?

Genau lässt es sich nicht sagen.

Bereits die alten Griechen verwendeten 1200 v. Chr. Kondome, die aus Schafs- und Ziegendärmen hergestellt wurden. Laut einer Sage benutzte König Minos von Kreta eine Ziegenblase, um seine Frau zu schützen, da sein Samen als tödlich galt.

In der Antike wurden veschiedene Materialien verwendet, wie zum Beispiel Leder und sogar Metall, Blätter und Stroh. Wir können annehmen, dass diese nicht besonders verlässlich waren. Frauen wurden zusätzlich pflanzliche und tieriesche Stoffe wie Öle und Krokodilskot empfohlen, die die Empfängnisfähigkeit reduzieren sollten.

Fischblasen und Schafsdärme

Man fand das bisher älteste Kondom aus einer Fischblase in Wales und es stammt wohl aus dem 13. Jahrhundert. Das Problem bei Tierprodukten dieser Art war vor allem, dass sie nicht vor Krankheiten schützen konnten. 1554 in Italien empfahl Dr Gabrielle Fallopio daher die Verwendung von medikamentös behandelten Leinensäcken (Aua!), um sich vor Syphilis zu schützen. Im 17. Jahrhundert verbreitete Dr. Condom, Arzt des englischen Königs Charles II, die Nutzung des Kondoms aus Schafsdarm oder Fischblase. Ob er der Namensgeber war oder nicht, bleibt umstritten.

Casanovas Luxuskondome

Ein Jahrhundert später gab es endlich Kondome in Luxusausführung. Was will man mehr? Sie bestanden aus feinen Stoffen und waren zum Teil sogar mit Samt oder Seide gefüttert. Casanova hatte also das Beste vom Besten! Da Kondome zu jener Zeit teuer waren, wurden Sie mehrfach verwendet. Sie wurden gewaschen, geflickt und mit Ölen und Kleie behandelt, damit es das Geld wert war.

Vom Autoreifen zum Kondom

Im 19. Jahrhundert stellte Charles Goodyear (ja, der mit den Autoreifen) die ersten Kondome aus Kautschuk her. Diese waren mit 2 mm dreimal so dick wie heutige Präservative und hatten eine unbequeme Naht. 1912 baute Julius Fromm darauf auf und arbeitete an einem Verfahren, das die Herstellung von dünnen, nahtlosen Kondomen ermöglichte.

Trotz ihres Nutzens und ihrer Verbreitung waren Kondome in vielen Regionen bis zur Mitte des Jahrhunderts oder sogar länger aus religiösen Gründen verboten.

Gummis von heute

Heutzutage sind Kondome preiswert, kompostierbar und es gibt sie aus Latex und anderen Materialien für Allergiker. Es gibt sie beschichtet, genoppt, gerippt, bunt, mit Aroma, in unterschiedlichen Größen und und und.

Sie sind sicherer als je zuvor und jedes Kondom wird nur einmal verwendet. Es schützt vor Schwangerschaft, ist eines der sichersten Verhütungsmethoden und schützt als einziges Verhütungsmittel auch vor Krankheiten.

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Nadia

Verfasst von Nadia. Lovehoney Redaktion
Leidenschaftliche Toy-Expertin mit einem Faible für Handarbeit:
Nadia schreibt seit 2015 über Interessantes, Kurioses und Aufregendes zum Thema Lust und Leidenschaft. Wenn sie mal nicht an Sex denkt, strickt sie Socken, denn laut einer Studie erhöhen warme Füße die Chancen auf einen Orgasmus.

Zuerst veröffentlicht am 7 Jun 2022. Aktualisiert am 7 Jun 2022
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