Vom Konzept zum Kunden: Sexspielzeug von Lovehoney

Vom Konzept zum Kunden: Sexspielzeug von Lovehoney

von Nadia

am 6 Sep 2021

Cleveres Design für aufregende Höhepunkte

Image of some of Lovehoney's own brand sex toys from the Desire range

Bei Lovehoney entwickeln wir seit über 15 Jahren unsere eigenen Sextoys. Das Entwerfen von innovativen Spaß fürs Solospiel und für Paare ist kein einfaches Unterfangen, und die Arbeit, die in die Herstellung von Sexspielzeug von Grund auf steckt, ist fast so aufregend wie das Wissen um die Freude, die die fertigen Produkte unseren Kund:innen bereiten.

Von den bescheidenen Anfängen mit nur ein paar Toys bis hin zu einem Katalog mit über 800 Lovehoney-Originaldesigns, die derzeit zum Verkauf angeboten werden, gibt es keine Anzeichen dafür, dass sich unsere Produktentwicklung verlangsamt. Aber wie sieht der Weg eines Toys eigentlich aus? Wie schafft es dein vibrierendes Lieblingstoy, von einer handgezeichneten Idee zu einem echten Sexspieleug zu werden, das zu dir nach Hause kommt? Hier erfährst du, wie die Entwicklung von der Idee bis zum Höhepunkt abläuft.

Forschung und Entwicklung

Wenn wir eine Idee für ein brandneues Produkt haben, besteht unser erster Schritt darin, herauszufinden, ob es dafür eine Lücke in unserem bestehenden Sortiment gibt und ob wir glauben, dass es einen Kundenbedarf für das Produkt gibt. Es macht keinen Sinn, unsere Zeit in ein Produkt zu stecken, von dem es bereits Hunderte gibt, oder in eines, das unsere Kund:innen nicht lieben werden.

In der ersten Phase dieses Prozesses geht es darum, herauszufinden, wo das neue Produkt in unserer Produktpalette angesiedelt ist — je nachdem, um welche Art von Toy es sich handelt, welche Technologie es beinhaltet und zu welchem Preis wir es verkaufen müssen. Dann schauen wir uns an, welche anderen Produkte wir haben, die ähnlich sind, und wie die neue Idee zu ihnen passen würde. In dieser Phase der Forschung können wir auch sicherstellen, dass wir etwas Einzigartiges schaffen, dass unser Produkt das beste ist, das es sein kann, und dass es alle Erwartungen übertrifft.

Als Nächstes befassen wir uns mit den Menschen, für die wir entwerfen. Die Verbindung, die wir mit unseren Kund:innen haben, vor allem durch unser Forum und unsere Bewertungen, ist entscheidend, um sicherzustellen, dass wir genau das schaffen, was sie suchen. Wenn wir zum Beispiel einen neuen Analplug entwerfen, werden wir unsere Datenbank mit Kundenrezensionen durchforsten, um herauszufinden, was sie an unseren bereits vorhandenen Produkten mögen und was nicht.

Und schließlich überlegen wir als globales Unternehmen, wo auf der Welt unsere neue Produktidee verkauft werden soll, und wie sich das auf Design, Farbe, Größe, Funktionen und Verpackung auswirkt. Eine unserer größten Herausforderungen beim Design von Sexspielzeug ist es, ein Produkt zu entwickeln, das Orgasmus-Fans auf der ganzen Welt anspricht, und wir entwickeln oft einzigartige Produkte für verschiedene Regionen.

The inside of a Lovehoney own brand sex toy

Design und Produktion

Wenn alle Analysen abgeschlossen sind und wir sicher sind, dass unsere neue Produktidee großartig ist, wird das Design intern entwickelt. Toys werden zunächst als 2D-Skizzen entworfen und dann am Computer in 3D gerendert, wodurch die äußere Form zum Leben erweckt wird. Die Renderings gehen in unseren 3D-Drucker und das erste physische Mock-up des neuen Toys ist geboren.

Während dieses Prozesses schauen wir uns auch das Innenleben des Produkts an. Dazu gehören Motoren für vibrierende Toys, Heizelemente für Toys mit Wärmefunktion oder Spitzentechnologie wie in unseren Blowmotion-Toys. Die internen und externen Komponenten werden zu einem ersten Prototyp zusammengefügt, der auf Größe, Gewicht und Funktionalität geprüft wird, bevor er an Menschen getestet wird.

Wie schon in der Forschungsphase der Entwicklung von Sexspielzeug, ist das Feedback unserer Kund:innen entscheidend, um sicherzustellen, dass die Produkte, die wir bei Lovehoney selbst entwerfen, das Vergnügen bereiten, das du suchst. Das "menschliche Testen" unseres Prototyps in der ersten Phase ermöglicht es uns, echten Menschen sehr spezifische Fragen über das Produkt zu stellen und im Gegenzug detailliertes Feedback zu erhalten. Das Entwicklungsteam nutzt dieses unschätzbare Feedback, um das Design bis zur endgültigen orgasmischen Perfektion zu verfeinern.

Bevor wir unsere Lovehoney-Sextoys in die Welt schicken, müssen sie strenge Konformitäts- und Sicherheitszertifizierungstests bestehen, die von einem unabhängigen Drittlabor durchgeführt werden. So stellen wir sicher, dass die von uns verkauften Toys sicher im Gebrauch sind, die Umwelt nicht belasten und genau so funktionieren, wie wir es beabsichtigen.

Wie du vielleicht schon erraten hast, ist der Prozess von der ersten Idee bis zur Massenproduktion eines neuen Sexspielzeugs kein schneller Weg! Die Lovehoney-Toys, die du auf unserer Website siehst, haben dank der harten Arbeit unseres Produktentwicklungsteams und unserer Kund:innen jeweils zwischen 12 und 24 Monaten Entwicklungszeit gebraucht.

The inside of a Lovehoney own brand sex toy

Die Menschen hinter den Produkten

Hinter jedem Lovehoney Sexspielzeug steht ein engagiertes und erfahrenes Team, dessen Arbeit unzählige Menschen auf der ganzen Welt immer und immer wieder Sterne sehen lässt...

Wir haben mit Bonny Hall, Global Product Director bei Lovehoney, und Paul Jaques, Quality and Technical Manager, gesprochen, um herauszufinden, was sie an ihrem Job lieben, welche Erfahrungen sie bei der Entwicklung von Sextoys gemacht haben und was sie im Laufe der Jahre gelernt haben.

Was war das erste Sextoy, das du für Lovehoney entwickelt hast?

Bonny: Das allererste Toy-Design, an dem ich gearbeitet habe, war ein neuer wiederaufladbarer Silikon-Rabbit-Vibrator. Lovehoney hatte einen neuen Rabbit namens Happy Rabbit entworfen und entwickelt. Obwohl er gut ankam, nutzte ich das Kundenfeedback und die Analyse von Hunderten verschiedener Rabbit-Vibratoren, um das Design zu verbessern. Er wurde zu einem unserer meistverkauften Produkte aller Zeiten!

Wir haben schon viele Kollaborationen gemacht. Wie läuft der Prozess der Zusammenarbeit ab, insbesondere im Hinblick auf Fifty Shades of Grey?

Bonny: Wir hatten das große Glück, im Laufe der Jahre an einigen erstaunlichen Kooperationen mitzuwirken, und Fifty Shades of Grey ist sicher eine meiner Favoriten. Selbst jetzt, 10 Jahre nach dem Erscheinen des Buches, lassen wir uns bei der Entwicklung neuer Geschenke, Spiele und Dessous immer noch von der Liebesgeschichte von Fifty Shades of Grey inspirieren. In den letzten 10 Jahren haben wir jedes einzelne der im Buch erwähnten Toys entworfen — und einige, die nicht erwähnt wurden, aber vom Buch inspiriert sind. Teil des Prozesses ist es, E. L. James und ihrem Team unsere Ideen zu präsentieren und gemeinsam an den Designs zu feilen, bis sie perfekt sind.

Wie hat sich unser Designprozess im Laufe der Jahre entwickelt? Gab es seit unseren Anfängen bedeutende technologische Entwicklungen?

Paul: Die Entwicklung des 3D-Drucks ist sprunghaft vorangeschritten! Diese Methode ermöglicht es uns, die "Oberfläche" des Produkts herzustellen, um die Form des zu entwickelnden Gegenstands zu verstehen. Es wird als PLA-Material verwendet, das billig ist und aus Maisstärke hergestellt wird, also umweltfreundlich ist. Zuvor mussten die Gegenstände aus Holz oder Schaumstoff geschnitzt werden - eine zeitaufwändige Aufgabe, die viel Geschick und Erfahrung erfordert und daher teuer ist. Leider war dies nur für die Oberfläche gedacht und konnte nicht für funktionierende Prototypen verwendet werden. Die SLA-Revolution hat begonnen — diese Methode ermöglicht es uns, Produkte aus einem ABS-ähnlichen Material herzustellen, das Motoren und Batterien aufnehmen kann und als funktionierende Einheit fungiert. Silikon kann auch schnell als Prototyp hergestellt werden, sodass ein voll funktionsfähiges (am Menschen testbares) Gerät schnell hergestellt werden kann. Das spart enorm viel Zeit und Mühe.

Wir haben viele Auszeichnungen für unsere Toys gewonnen. Auf welche seid ihr besonders stolz?

Bonny: Unsere LIMA Awards für internationale Lizenzen für Fifty Shades of Grey sind etwas ganz Besonderes. Auch der Queen's Award for International Trade 2016.

Paul: Abgesehen von 'allen' — ich denke, der Queen's Award war der beste!

Auf welche Toys/Kollektionen seid ihr am stolzesten und warum?

Bonny: Ich liebe alle Kollektionen, an denen ich mitgewirkt habe, aber eine, die ich wirklich liebe, ist unsere Lifelike Lover Dildo-Reihe. Von außen sieht sie nicht nach viel aus, aber die Arbeit, die wir geleistet haben, um sicherzustellen, dass wir die perfekten realistischen Formen, Materialien, Farben und Technologien haben, ist enorm. Die meisten Menschen denken immer noch an einen Dildo, wenn sie an ein Sexspielzeug denken, aber nicht alle Dildos sind gleich gebaut! Im Laufe der Zeit haben wir die Größen und Formen perfektioniert, wobei unsere derzeitigen Bestseller die 15 cm bis 20 cm großen Dildos sind.

Paul: Die Desire-Reihe ist wahrscheinlich meine erste Wahl; einfach, weil sie ein bahnbrechender Moment in der Geschichte des Unternehmens war und das Feedback der Kund:innen nutzte, um die besten Toys zu entwickeln.

Hat euch ein Spielzeug mit seinem Erfolg überrascht?

Bonny: Ich bin immer wieder überrascht, wie gut sich der bescheidene Masturbator verkauft. Wir haben einen kleinen diskreten Masturbator namens Head Master entwickelt. Es ist ein einfacher, klarer TPE-Masturbator mit zwei Strukturen, sodass er umgestülpt werden kann. Er ist viel kleiner als viele andere Stimulatoren, die wir verkaufen, aber durch seine Länge kann er auch beim Oralsex verwendet werden.

Paul: Für mich ist es das Fifty Shades of Grey Greedy Girl. Es begann als erstes Lovehoney x Fifty Shades of Grey-Kollaborationstoy und obwohl es eine Reihe von Veränderungen erfahren hat, ist es im Grunde das gleiche Produkt. Das Team, das es entwickelt hat, hat offensichtlich einen tollen Job gemacht, denn es erfreut unsere Kund:innen immer noch!

Und gibt es Fehlschläge, aus denen ihr gelernt habt?

Bonny: Wir hatten einige, vor allem in der Anfangszeit. Ich würde sagen, das Wichtigste für mich ist, dass ich gelernt habe, dass man nie zu viele Tests durchführen kann. Man muss sich sehr viel Mühe geben, um sicherzustellen, dass Informationen und Behauptungen über Produkte belegt und zertifiziert werden können. Es gibt nichts Schlimmeres, als eine Kampagne für ein Produkt oder eine Marke zu erstellen, in der es darum geht, dass das Produkt wasserdicht ist, nur um dann festzustellen, dass die ersten Kundenrezensionen alle besagen, dass es nach der Benutzung in der Badewanne kaputt gegangen ist!

Paul: Wenn man keine Fehler macht, macht man gar nichts. Misserfolge sind einfach Gelegenheiten zum Lernen. Meiner Erfahrung nach sind es nicht immer die großen Dinge, die einen aus der Bahn werfen, aber man macht diese Fehler nie zweimal!

Nadia

Verfasst von Nadia. Lovehoney Redaktion
Leidenschaftliche Toy-Expertin mit einem Faible für Handarbeit

Zuerst veröffentlicht am 6 Sep 2021. Aktualisiert am 6 Sep 2021
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